Die ersten Präsenzgottesdienste nach drei Monaten

Als wir das Kirchengebäude im März zum vorerst letzten Mal verlassen haben, war die Welt eine andere. Nach drei Monaten können wir seit einigen Wochen wieder Gottesdienste in unserer Kirche feiern – ein Grund zur Freude.

Es ist Sonntag, der 8. März 2020 und wir feiern in unserer Gemeinde den Gottesdienst. Wir sitzen alle nah nebeneinander, singen miteinander, hören dem Chor zu, feiern das heilige Abendmahl, verabschieden und umarmen uns. Kaum einer konnte an diesem Sonntag erahnen, dass es das vorerst letzte Mal sein sollte, dass wir so Gemeinschaft haben. Am Samstag, den 14. März 2020 kommt dann die Nachricht, dass die Gemeinden aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus am Sonntag, den 15. März 2020 geschlossen bleiben. Wenige Tage später beschließen Bund und Länder, dass Zusammenkünfte in Kirchen zur Eindämmung der Pandemie bis auf Weiteres untersagt werden.

In den nächsten Wochen sehen wir die Gottesdienste aus dem Verwaltungsgebäude in Hamburg  zu Hause auf der Couch im Livestream. Wir bleiben über das Internet miteinander in Kontakt, feiern schließlich Ostern und auch Pfingsten ohne Präsenzgottesdienste.

Am Sonntag, den 7. Juni 2020 war es dann aber endlich so weit: Wir konnten wieder einen Gottesdienst in unserer Kirche erleben. Die Welt, in der wir leben, ist jedoch eine völlig andere als noch vor nur drei Monaten. Wir müssen auf Abstand zueinander gehen, wir können nicht singen, wir können dem Chor nicht zuhören, wir müssen beim heiligen Abendmahl einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wir dürfen uns nicht umarmen und manche Gemeindemitglieder sehen wir überhaupt nicht. Indem wir diese Abstands- und Hygieneregeln befolgen, tragen wir unseren Teil zur Bekämpfung der Pandemie bei. Und bei all den Einschränkungen überwog während des ersten Gottesdienstes doch die Freude, endlich wieder etwas Gemeinschaft haben zu können und einander zu sehen. „Halten wir heute voneinander Abstand, damit wir uns morgen wieder umarmen können.

Ein großer Dank gilt auch den Brüdern, die ein Konzept erarbeitet, Laufwege markiert und dafür gesorgt haben, dass jeder einen Platz in der Gemeinde findet.