Corona-Virus: Weiteres Vorgehen

Bezirksapostel Rüdiger Krause veröffentlichte am Dienstag, 17. März 2020, ein Rundschreiben zum weiteren Vorgehen hinsichtlich der Übertragung des Gottesdienstes am kommenden Sonntag:

Liebe Geschwister,

aufgrund der Corona Pandemie sind seitens der Bundesregierung und Ministerpräsidenten aller Bundesländer deutschlandweit Versammlungsverbote jeder Größenordnung ausgesprochen worden. Diese Maßnahme und weitere Empfehlungen, um die Ausbreitung von Corona zu verlangsamen, unterstützen wir als Neuapostolische Kirche vollumfänglich. Wir wollen konsequent und verantwortungsbewusst handeln und dadurch unseren Beitrag für unsere Gesellschaft und Mitmenschen leisten.

Zu den Auswirkungen der Pandemie auf unser kirchliches Leben hat unser Stammapostel mit den Bezirksaposteln Europas am Montag, 16. März 2020, eine Telefonkonferenz durchgeführt. Wir legten fest, dass in unseren Kirchen bis auf Weiteres alle kirchlichen Veranstaltungen, inklusive der Gottesdienste, nicht mehr stattfinden. Dies ist eine außergewöhnliche Maßnahme, die zwar fremd, aber notwendig ist.

Die Planungen stehen soweit, dass an den Sonntagen, 22. und 29. März 2020, jeweils um 10 Uhr Gottesdienste per YouTube-Livestream, IPTV und Telefonübertragungen empfangen werden können (Details folgen). Mir ist es ein Anliegen, den ersten Gottesdienst am Sonntag, 22. März 2020, durchzuführen und mich persönlich an euch und alle Geschwister Nord- und Ostdeutschlands zu wenden.*

Wie schon in einem vorangegangenen Rundschreiben erwähnt, bedarf es der Gegenwart des priesterlichen Amtes oder Apostelamtes dort, wo das Heilige Abendmahl gespendet wird. Da die wenigsten Geschwister Priester oder Apostel sind, und auch unter den wenigsten Eheleuten und Familien sich Priester oder Apostel befinden, haben wir uns entschlossen, dass an der Übertragungsstätte kein Heiliges Abendmahl gefeiert wird. Wir werden aber die Verkündigung der Sündenvergebung erleben, nachdem wir zusammen das Unser-Vater-Gebet gesprochen haben.

Festlegungen über diese beiden Wochen hinaus, wollen wir derzeit nicht treffen, da wir alle nicht wissen, wie sich die Lage weiter entwickeln wird. Sobald wir über diesen Zeitraum hinaus aussagefähig sind, werden wir euch umgehend informieren.

Bei Verlängerung des Geltungszeitraumes unserer Sonderregelung zum kirchlichen Angebot werden wir im Kreis der Bezirksapostel mit dem Stammapostel sicherlich auch die Frage des Wochengottesdienstes bewegen. Bis dahin habt Verständnis, dass wir für die nächsten beiden Wochen die Wochengottesdienste aussetzen. Es sollen keine Gottesdienste in Eigeninitiative stattfinden – sei es im familiären Kreis noch als Angebot einer Internet- oder Telefonübertragung.

Es ist aber schon heute zu erwägen, Gottesdienste mit Segenshandlungen, zum Beispiel zur Konfirmation oder zu einem Hochzeitsjubiläum, auf die zweite Jahreshälfte zu verlegen. Bitte regt dies bei unseren Geschwistern an. Wir können momentan nur einen kurzen Zeitraum überblicken und keinerlei Planungssicherheit für die nächsten Wochen und Monate geben.

Seelsorgebesuche sollten nur in sehr dringenden Fällen durchgeführt werden. Stattdessen bietet sich an, sich bei Geschwistern telefonisch zu melden. Ich denke in diesem Zusammenhang ganz besonders an Alleinstehende, ältere Geschwister und jene, die in Alten- und Pflegeheimen wohnen.

Für die beiden bevorstehenden Gottesdienste am 22. und 29. März 2020 bitte ich zu beachten, dass insbesondere der YouTube-Livestream genutzt wird. Es handelt sich dabei um eine bewährte und stabile Verbindung, wenngleich anfänglich bei schnell steigender Nutzerzahl mit leichten Störungen zu rechnen ist. YouTube schaltet dann auf einen Server mit höherer Kapazität um und kann auf diesem Weg der breiteren Nutzung gerecht werden.

Die IPTV-Übertragungen sowie Übertragungen per Telefon sind eher begrenzt. Insbesondere die Telefonübertragungen sollten nur den Geschwistern zur Verfügung gestellt werden, die über keinen Internetanschluss verfügen. Unser Anbieter, den wir dafür seit Jahren nutzen, bietet diese Dienstleistung auch anderen Gebietskirchen an. Wir müssen allerdings damit rechnen, dass auf diese Möglichkeit vermehrt zurückgegriffen wird und damit die Kapazitäten des Anbieters schnell erschöpft sind. Wir sind mit dem Anbieter im Gespräch, damit das Angebot für den kommenden Sonntag schon ausgebaut werden kann. Darüber hinaus haben wir einen zweiten Anbieter beauftragt, der weitere Telefonübertragungen gewährleisten kann. Doch wie gesagt: Der YouTube-Livestream dürfte nach bisheriger Erfahrung der sicherste Weg sein, die Gottesdienste an den beiden Sonntagen zu empfangen.

In der Anlage findet ihr die technischen Details zum YouTube-Livestream, der IPTV-Übertragung und den Telefonanbietern.

Lasst uns alle dafür beten, dass in dieser Zeit möglichst wenig Menschen erkranken oder gar ihr Leben lassen müssen. Lasst uns konsequent und verantwortungsbewusst handeln.

Gerne verbinde ich mich mit euch allen und bete, dass wir füreinander da sind und verbunden bleiben.

Mit lieben Grüßen,

euer

Rüdiger Krause

 

*Hinweis der Redaktion: In den Gebietskirchen wird jeweils ein Gottesdienst per Übertragung (über die jeweiligen Youtube-Kanäle) angeboten.