Jugendtag 2004 der Gebietskirche Niedersachsen

Im Hannover Congress Centrum kamen die Jugendlichen der Gebietskirche Niedersachsen mit ihren Seelsorgern zu ihrem diesjährigen Jugendtag zusammen. Insgesamt rund 1.800 neuapostolische Christen erlebten einen ereignisreichen Tag unter dem Motto: "Ihr seid das Licht der Welt."

Gottesdienst | Stände | Aktion | Fotoserie

Entsprechend dem Motto des Jugendtages "Ihr seid das Licht der Welt" stellte Bezirksapostel Wilfried Klingler den Gottesdienst unter das Bibelwort Matthäus 5, 16: "So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen."

Kerngedanken aus dem Gottesdienst:

Jesus Christus - das Licht der Welt

Nach dem Schöpfungsbericht schuf Gott zunächst das Licht. Wir brauchen Licht, um uns zurecht zu finden. Je feiner eine Aufgabe ist, umso heller muss es sein. Im übertragenen Sinn steht das Wort "Licht" zunächst für Gott selbst, und da das Gesetz des Herrn Helligkeit gibt, wird es auch als Licht bezeichnet. Dann kam Christus mit der ganzen göttlichen Liebe. Welch ein Licht muss dem Menschen neben ihm am Kreuz aufgegangen sein, als sein verwirktes Leben durch die Zusage, mit ihm im Paradies zu sein, erhellt wurde! Wer den Ruf des Sohnes Gottes angenommen hat, wandelt im Licht und wird selbst zu einem Licht!

"Ihr seid das Licht der Welt"

Dieses Wort aus der Bergpredigt richtete Jesus nicht nur an die Empfänger des Sendungsauftrags, die Apostel, sondern auch an die vielen Manschen, die mit ihm auf dem Berg waren. Es gilt auch uns heute! Wer göttliches Licht erlangt, strahlt etwas aus und ist eine Hilfe für seine Mitmenschen.

Wann sind wir Licht?

Wenn jemand durch eine Begegnung mit uns erbaut, gestärkt, beglückt worden ist, Ruhe, Sicherheit und neue Hoffnung bekommen hat, dann sind wir ein "Licht vor den Leuten". Jesus hat die Wirkung dieses Lichts nicht begrenzt; sein Wort bedeutet: Sei ein Licht für jedermann!

"Frucht des Lichts"

"Die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit." Dieses Wort aus dem Epheserbrief gilt auch der Jugend. Die Jugend ist die Gemeinde der Zukunft und gestaltet schon heute das Gemeindeleben mit. Seid Lichter für Güte, Gerechtigkeit und für die Wahrheit!

Wer die Wahrheit ausspricht, erntet nicht immer Dank. Auch wenn wir deswegen Verletzungen erleiden, lasst uns nicht untätig sein, sondern trotzdem der Wahrheit zum Durchbruch verhelfen! Dabei möge stets die Liebe der Wahrheit den Weg bereiten.

Die Welt ist voll Ungerechtigkeit. Seid Wegweiser für die Gerechtigkeit! Sie kommt aus dem Glauben sowie der Annahme des Wortes Gottes und umfasst eine durch Nächstenliebe geprägte Offenheit. Seid auch Warnlichter und Wegweiser, indem ihr bei fragwürdigen Entscheidungen den Mut habt, aufzustehen und zu sagen: Das mache ich nicht! Wir sind doch ein Licht in der Welt, wir sind doch ein Licht vor den Leuten, wir sind Gottes Kinder! Es geht stets um die Frage, ob uns etwas im Glauben voran bringt. Es ist auch unsere Pflicht, jemanden darauf aufmerksam zu machen, wenn er auf dem "Holzweg" ist - dessen Ende ist nicht Gottes Herrlichkeit.

Die Frucht des Lichts ist auch Güte und damit ein Zeichen der Barmherzigkeit. Das bedeutet für uns beispielsweise,

<liste art="*">

  • einem Menschen in die Dunkelheit seiner Erkrankung oder seiner Einsamkeit ein Licht der Erbauung, Kraft und Stärkung zu bringen,

  • öffentlich zu machen, was in uns lebt. Der Tankwart kann doch wissen, dass wir neuapostolisch sind - indem er erlebt, wie wir sind,
  • richtig zu reagieren, wenn wir irgendwo in einer Schlange stehen und man uns nach hinten drängelt. Dann soll das Wesen Jesu Christi in uns offenbar werden!
  • </liste>

    Der Sohn Gottes ist und bleibt das Maß aller Dinge. Durch unser Wort, durch unser Wesen, durch unser Handeln soll man erkennen, dass Christus unser Licht ist! Augustinus sagte einmal: "Liebe - und dann tue, was du willst." Darin liegt ein Schlüssel, es um uns immer heller und schöner werden zu lassen.

    Wann ist es schön? Die Antwort soll die Geschichte von einem Rabbiner geben, der seine Schüler fragte, wann die Nacht dem Tag gewichen sei. Es gab viele Wortmeldungen; aber der Rabbi sagte: "Wenn du in das Gesicht eines Mitmenschen schaust und in ihm das Wesen Gottes sehen kannst, dann ist die Nacht zu Ende."

    P. H.

    1. Fotogalerie

    Musikalisches Programm

    Abonnieren Abmelden